Ich werde oft darauf angesprochen, wo ich überall schon Trauungen durchgeführt habe, und wenn ich dann erzähle, dass ich auch schon auf Fuerteventura war, heißt es immer „Erzähl doch mal!“. Daher dachte ich mir, ich kann ja auch mal hier in meinem Blog davon berichten, und muss die Geschichte dafür vielleicht nicht mehr so oft erzählen… Nicht, dass ich nicht gerne daran zurückdenke, aber Ihr kennt das sicher: Wenn man eine Geschichte immer und immer wieder erzählt, dann wird es mit der Zeit nervig 😉 Und deshalb hier nun alles zum Nachlesen.

Die Braut arbeitete beim selben international bekannten Konzern wie meine Frau, über diese Verbindung kamen die beiden auf mich. Sie wollten am Strand von Fuerteventura heiraten, meine Frau sollte bei den Planungen helfen. Diese waren auch problemlos, bis auf die Tatsache, dass auf Fuerteventura kein deutsch sprechender Pfarrer aufzutreiben war! Und außerdem waren die Pfarrer natürlich alle katholisch, wie in Spanien üblich, unser Brautpaar war aber evangelisch. Da kam ich ins Spiel. Wir verstanden uns sehr gut, waren auch für die Vorbereitungen im Februar 4 Tage auf der Insel und hatten eine schöne Zeit zusammen. So hatte ich natürlich Gelegenheit die beiden sehr gut kennenzulernen und mich entsprechend auf ihre Wünsche einstellen zu können.

Im Mai war es dann soweit, es ging wieder nach Fuerteventura. Die enge Bestuhlung im Flieger brachte mich an meine persönliche Schmerzgrenze, aber zum Glück fliegt man ja nicht so lange bis zu den Kanaren. Wir waren wieder 4 Tage dort, die Hochzeit fand am 3. Tag, dem Samstag, statt. Wir hatten sehr viel Spaß mit den Gästen, das Wetter war herrlich, und so kam der entscheidende Tag ganz entspannt auf uns alle zu. Dass Fuerteventura „starker Wind“ bedeutet, wurde mir bei der Generalprobe für die Trauung schnell klar. Damals hatte ich meine Anlage noch nicht, ich musste also mit meiner Stimme gegen die heftigen Windböen ankämpfen. Zum Glück waren es nur 30 Gäste, bei 80 oder mehr Personen hätte ich keine Chance gehabt! Die Nacktbadenden um uns herum begriffen sehr schnell, dass da gleich eine Trauung stattfinden soll und haben sich angezogen. Obwohl wir im Nordwesten der Insel waren, die nicht so touristisch ist wie der Süden, waren doch recht viele Zaungäste da, das Spektakel wollte sich keiner entgehen lassen. Es war eine sehr schöne, emotionale Trauung, auch dank der Beiträge der Schwestern von Braut und Bräutigam. Der Besitzer des Hotels, zu dem der Strand gehörte, stand dann auch schon mit Sekt bereit, und so konnte direkt angestoßen werden. Die Hochzeitsbilder wurden danach direkt am Strand aufgenommen, eine einmalige Kulisse, einfach wunderschön.

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Die Feier in einen nahegelegenen Restaurant war sehr ausgelassen und entspannt, eine herrliche  Atmosphäre, man hatte von der Terasse aus auch eine schöne Aussicht auf den Strand und das Meer. Den nächsten Tag haten wir dann bis zum Abend noch für uns, dann ging es zurück zum Flughafen. Das Brautpaar blieb noch 14 Tage in einem Hotel im Süden und verabschiedete sich in Richtung Flitterwochen. Wir flogen dann mit den Gästen zurück und kamen spät in der Nacht zuhause an. Es war eine wundervolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Sollte jetzt also jemand Lust bekommen haben auf eine Hochzeit am Strand: Ich stehe gerne zur Verfügung 😉

 

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